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Veganer Küchenzauber

Knuspriger Tofu aus dem Airfryer: so gelingt die goldene Kruste

Knuspriger Tofu aus dem Airfryer: Wir zeigen, warum Pressen und Stärke den Unterschied machen und wie die Würfel ohne Fritteuse eine goldene Kruste bekommen.

Redaktion Veganer Küchenzauber · · 3 Min. Lesezeit · Fertig in 50 Min.

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Knuspriger Tofu aus dem Airfryer: so gelingt die goldene Kruste

Tofu hat bei vielen einen schweren Stand. Zu weich, zu fade, zu schwammig – so lauten die üblichen Vorwürfe. Dabei liegt das Problem selten am Produkt, sondern fast immer an der Zubereitung. Wer Naturtofu einfach würfelt und in die Pfanne wirft, bekommt blasse Stücke, die eher gekocht als gebraten schmecken. Der Airfryer ändert das grundlegend: Die heiße, schnell zirkulierende Luft trocknet die Oberfläche, bevor sie bräunt, und genau daraus entsteht die Kruste, die man sonst nur vom Frittieren kennt.

Warum Wasser der eigentliche Gegner ist

Fester Naturtofu besteht zu einem großen Teil aus Wasser. Solange diese Feuchtigkeit in den äußeren Schichten sitzt, verdampft sie beim Garen und verhindert, dass die Oberfläche heiß genug für Röstaromen wird. Deshalb lohnt sich das Pressen. Man wickelt den Block in ein sauberes Küchentuch, legt ein Brett darauf und beschwert es mit einem Topf oder ein paar Kochbüchern. Nach zwanzig bis dreißig Minuten ist der Tofu sichtbar flacher und deutlich kompakter. Eine Tofupresse ist praktisch, zwingend nötig ist sie nicht.

Ein zweiter Trick stammt aus der chinesischen Küche: Tofu vor dem Pressen kurz in heißes Salzwasser legen. Die Würfel werden dadurch fester und nehmen die Würze gleichmäßiger auf. An hektischen Tagen darf dieser Schritt aber ruhig entfallen.

Stärke als Geheimwaffe

Die eigentliche Kruste entsteht durch eine hauchdünne Schicht Speisestärke. Maisstärke funktioniert zuverlässig, Kartoffelstärke wird noch etwas glasiger. Wichtig ist die Reihenfolge: Erst kommt die flüssige Würze an den Tofu, damit sie einziehen kann, danach die Stärke. Wer beides gleichzeitig mischt, erhält eine klebrige Paste, die im Korb festbackt. Nach dem Bestäuben sollten die Würfel matt und trocken aussehen.

Beim Würzen lohnt es sich, über Sojasauce hinauszudenken. Geräuchertes Paprikapulver und Knoblauchpulver ergeben eine Variante mit Grillcharakter. Sojasauce, Reisessig und ein Hauch Sesamöl passen dagegen perfekt zu Reis und gedünstetem Pak Choi. Und wer es puristisch mag, nimmt nur Salz, Pfeffer und nach dem Garen ein paar Spritzer Zitrone.

Platz im Korb ist Pflicht

Der häufigste Fehler ist Überfüllung. Liegen die Würfel übereinander, staut sich Dampf zwischen ihnen und die Unterseiten bleiben weich. Lieber in zwei Durchgängen garen. Nach der Hälfte der Zeit wird der Korb kräftig geschüttelt, damit alle Seiten Hitze abbekommen. Die genauen Zeiten hängen vom Gerät ab; kleine Korbmodelle arbeiten oft schneller als große Geräte mit Sichtfenster.

Wer verschiedene Würzrichtungen und Garzeiten vergleichen möchte, findet unter dem Stichwort Tofu im Airfryer eine ausführliche Anleitung, die sich gut als Ergänzung zu unserer Grundmethode eignet. Gerade für Einsteiger ist es hilfreich zu sehen, wie stark Marinade und Panade das Ergebnis beeinflussen.

Das Rezept

100 % vegan

Grundrezept: Knusprige Tofuwürfel

Vorbereitung
35 Min.
Garzeit
15 Min.
Gesamt
50 Min.
Menge
2 Portionen

Zutaten

Tipp: Abhaken, was schon bereitsteht.

Zubereitung

  1. Den Tofu 20 bis 30 Minuten pressen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden.
  2. Sojasauce, Reisessig, Sesamöl und Knoblauchpulver verrühren und die Würfel darin 10 Minuten ziehen lassen.
  3. Die Stärke darüberstäuben, die Schüssel schwenken, bis alle Seiten bedeckt sind, dann das Öl unterheben.
  4. Den Airfryer auf 200 °C vorheizen und die Würfel mit etwas Abstand im Korb verteilen.
  5. 14 bis 16 Minuten garen, dabei nach der Hälfte der Zeit kräftig schütteln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wozu der knusprige Tofu passt

Die Würfel schmecken direkt aus dem Korb am besten. Sie passen in Bowls mit Reis, Edamame und eingelegtem Gemüse, in Wraps mit Erdnusssauce oder auf einen grünen Salat. Reste werden im Airfryer bei 180 Grad in drei bis vier Minuten wieder knusprig – in der Mikrowelle dagegen leider gummiartig.