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Veganer Küchenzauber

Vegane Pommes: So werden sie im Airfryer richtig knusprig

Vegane Pommes aus dem Airfryer: Welche Kartoffel passt, warum Wässern so wichtig ist und wie das doppelte Garen nach belgischem Vorbild für Knusprigkeit sorgt.

Redaktion Veganer Küchenzauber · · 3 Min. Lesezeit · Fertig in 1 Std. 7 Min.

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Vegane Pommes: So werden sie im Airfryer richtig knusprig

Eigentlich sind Pommes frites ein Selbstläufer für die vegane Küche: Kartoffeln, Öl, Salz. Trotzdem lohnt ein genauer Blick. In Belgien, wo die Frittenbude zur Alltagskultur gehört, werden Fritten traditionell gern in Rindertalg ausgebacken, und auch in manchem Imbiss teilt sich die Fritteuse das Fett mit Schnitzel und Fisch. Wer sichergehen will, macht sie zu Hause – und mit dem Airfryer klappt das mit erstaunlich wenig Öl.

Die richtige Kartoffel

Für Pommes eignen sich mehligkochende oder vorwiegend festkochende Sorten. Mehlige Kartoffeln enthalten mehr Stärke und werden innen besonders locker, brechen aber leicht an den Kanten. Vorwiegend festkochende Sorten halten die Form besser und ergeben gleichmäßige Stäbchen. Festkochende Salatkartoffeln bleiben dagegen oft etwas speckig. Unsere Empfehlung: vorwiegend festkochend und gern Lagerware, denn frische Frühkartoffeln enthalten mehr Wasser und bräunen schlechter.

Wässern, trocknen, ölen

Der wichtigste Schritt passiert vor dem Garen. Geschnittene Kartoffelstäbchen geben an der Oberfläche Stärke ab, die im heißen Luftstrom schnell zu dunkel wird und die Stäbchen aneinanderkleben lässt. Deshalb kommen sie für mindestens 30 Minuten in kaltes Wasser. Wird das Wasser trüb, ist das ein gutes Zeichen. Danach müssen die Stäbchen gründlich trocken getupft werden, am besten mit einem Geschirrtuch. Feuchte Kartoffeln dampfen, statt zu bräunen.

Ein Esslöffel Öl reicht für gut ein halbes Kilo Kartoffeln. Verteilt wird es in einer Schüssel mit den Händen, sodass jedes Stäbchen einen dünnen Film bekommt. Ein Teelöffel Speisestärke darübergestäubt verstärkt die Knusprigkeit noch einmal deutlich, ist aber kein Muss.

Auch die Schnittform spielt eine Rolle. Dünne Stäbchen von einem halben Zentimeter werden schnell knusprig, trocknen aber leicht aus. Dicke Steakhouse-Pommes bleiben innen cremiger, brauchen jedoch einige Minuten länger. Für den Airfryer hat sich ein Zentimeter Kantenlänge bewährt, weil Kruste und weiches Inneres dann im Gleichgewicht sind. Die Schale darf bei gründlich gewaschenen Kartoffeln übrigens ruhig dranbleiben.

Zweimal garen wie in Belgien

Das klassische belgische Verfahren arbeitet mit zwei Frittiergängen: zuerst bei niedrigerer Temperatur, damit das Innere gart, dann heiß, damit die Kruste entsteht. Das Prinzip lässt sich auf den Airfryer übertragen. Im ersten Durchgang garen die Stäbchen bei 160 Grad, bis sie weich, aber noch hell sind. Nach einer kurzen Pause, in der Dampf entweichen kann, folgt die zweite Runde bei 200 Grad. So werden die Pommes außen glasig-knusprig und innen fluffig.

Wer gern experimentiert, findet auf rezepte-für-den-airfryer.de viele weitere Ideen rund um das Gerät, von Süßkartoffelpommes bis zu Gemüsechips. Gerade die Unterschiede bei Garzeiten und Temperaturen je nach Gemüsesorte sind dort gut nachvollziehbar.

Das Rezept

100 % vegan

Pommes aus dem Airfryer

Vorbereitung
40 Min.
Garzeit
22 Min.
Gesamt
1 Std. 7 Min.
Menge
2 Portionen

Zutaten

Tipp: Abhaken, was schon bereitsteht.

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln schälen und in etwa 1 cm dicke Stäbchen schneiden.
  2. 30 Minuten in kaltes Wasser legen, abgießen und sehr gründlich trocken tupfen.
  3. Mit Öl und nach Belieben Stärke vermischen, bis alle Stäbchen dünn überzogen sind.
  4. Bei 160 °C 12 Minuten garen, dann 5 Minuten im geöffneten Korb ruhen lassen.
  5. Bei 200 °C weitere 8 bis 10 Minuten goldbraun garen, zwischendurch schütteln. Sofort salzen.

Salz zum Schluss – und die Sauce

Gesalzen wird erst nach dem Garen, denn Salz zieht Wasser aus den Kartoffeln. Feines Salz haftet besser als grobes. Auf Mayonnaise muss niemand verzichten: Eine Aquafaba-Mayo aus Kichererbsenwasser, Senf, Zitronensaft und Öl kommt dem Original erstaunlich nahe. Genauso gut passen selbst angerührter Curryketchup oder ein Dip aus Sojajoghurt mit Knoblauch und Kräutern.